Schifferbörse und Schifffahrtsmuseum
Als die Schifferbörse in den 1950er Jahren ihre einst zentrale Rolle bei der Vermittlung von Frachten weitgehend verloren hatte, blieb sie dennoch ein wichtiger Treffpunkt der Binnenschifffahrt und eine Stimme der Branche. Gleichzeitig entstand die Idee, die Geschichte der Schifffahrt in Ruhrort dauerhaft sichtbar zu machen.
1954 sprach sich der Verkehrsverein Duisburg dafür aus, im geplanten Erweiterungsbau der Schifferbörse ein Schifffahrtsmuseum einzurichten. Auch die Schifferbörse unterstützte das Vorhaben nachdrücklich. Sie sah darin eine Chance, die Bedeutung Ruhrorts als Zentrum der europäischen Binnenschifffahrt zu vermitteln und die Leistungen von Schiffern, Reedern, Verladern und Spediteuren für kommende Generationen zu dokumentieren.
Der geplante Erweiterungsbau wurde jedoch 1957 aus finanziellen und praktischen Gründen aufgegeben. Obwohl das Museum dadurch nicht an der Schifferbörse entstehen konnte, hielt die Börse an der Idee fest und setzte sich in den folgenden Jahren immer wieder für ihre Verwirklichung ein. Das spätere Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Ruhrort geht damit auch auf ein Engagement zurück, das in der Schifferbörse seinen Ausgangspunkt hatte.