Reaktivierung der Schifferbörse
2012 stellte sich die Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort für die Zukunft auf. Maßgeblich vorangetrieben von Ocke Hamann und Frank Wittig erhielt die traditionsreiche Institution eine neue organisatorische Grundlage. Mit der Gründung eines Vereins und einer neuen Satzung schuf sie die Voraussetzungen, ihre Arbeit unter veränderten Rahmenbedingungen fortzuführen.
Die Neuausrichtung knüpfte dabei bewusst an die Wurzeln der Schifferbörse an. Seit ihrer Gründung im Jahr 1901 hatte sie den Austausch zwischen Schiffern, Reedern, Verladern und weiteren Akteuren der Binnenschifffahrt gefördert. Diese Funktion gewann im 21. Jahrhundert neue Bedeutung. Die Schifferbörse entwickelte ihre Rolle als Netzwerk der Branche weiter und engagierte sich verstärkt für Themen der Binnenschifffahrt und des Schifffahrtsrechts.
Die Neuaufstellung zeigte zugleich die besondere Beständigkeit der Schifferbörse. Über mehr als ein Jahrhundert hatte sie Kriege, wirtschaftliche Umbrüche und tiefgreifende Veränderungen des Frachtenmarktes begleitet. Mit der Reaktivierung 2012 blieb sie eine Institution, die die Interessen der Binnenschifffahrt bündelt und den Dialog innerhalb der Branche fördert. Damit setzte sie eine Tradition fort, die Ruhrort seit Generationen mit der europäischen Binnenschifffahrt verbindet.