Dr. Erich Schwörbel steht wie kaum ein anderer für die institutionelle Kontinuität der Schifferbörse. Bereits Anfang der 1920er Jahre war er als stellvertretender Geschäftsführer der Schifferbörse tätig; zeitgenössische Veröffentlichungen weisen ihn ausdrücklich in dieser Funktion aus. Noch 1939 trat er bei der Jahresversammlung als Geschäftsführer auf. Nach Krieg und Zerstörung wurde seine Erfahrung besonders wichtig.

Als IHK-Syndikus und Mitglied des Börsenvorstandes gehörte Schwörbel zu den treibenden Kräften hinter dem Wiederaufbau. Anfang 1947 wandte er sich an Oberbürgermeister Heinrich Weitz und drängte darauf, die Schifferbörse nicht durch eine dauerhafte Notlösung zu ersetzen, sondern sie am alten Standort wiederzuerrichten. Weder eine Baracke noch Räume im Brückenturm genügten diesem Anspruch. Schwörbel setzte sich vielmehr für konkrete Planungen und einen architektonisch angemessenen Neubau ein. 1948 gehörte er schließlich dem Preisgericht des Architektenwettbewerbs an, das 43 Entwürfe bewertete und den Entwurf Wilhelm Schmidts auswählte. Vier Jahre später konnte die neue Schifferbörse eröffnet werden.