Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg stellten die Schifferbörse vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Inflation, Währungskrisen und die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft führten dazu, dass der Börsenbetrieb zeitweise zum Erliegen kam. Ein erster Versuch, die Arbeit Ende 1922 wieder aufzunehmen, scheiterte an den unsicheren Rahmenbedingungen. Frachtsätze und Schlepplöhne ließen sich nicht verlässlich notieren, sodass die Börse ihre zentrale Aufgabe zunächst nicht erfüllen konnte.

Erst im Januar 1924 gelang die erfolgreiche Wiederaufnahme des Betriebs. Entscheidend war das Engagement der Mitgliedsunternehmen. Sie unterstützten den Neustart mit zusätzlichen Beiträgen und schufen damit die finanziellen Voraussetzungen für einen geregelten Börsenbetrieb.

Mit dem Neuanfang übernahm auch Johann Wilhelm Welker eine wichtige Rolle. 1924 wählte ihn der Verein zur Wahrung der Rheinschifffahrtsinteressen und der Schifferbörse in Ruhrort zum Vorstandsvorsitzenden. Die Wiedereröffnung der Schifferbörse war ein wichtiger Schritt zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Rheinschifffahrt und zeigt, wie entscheidend Zusammenhalt und gemeinsames Handeln in Zeiten des Umbruchs sein können